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Workcamp

Neuigkeiten – Juli/August 2022

Umsetzung Förderprojekt zur Verbesserung der Lernbedingungen für die Jüngsten an der Vor- und Grundschule Nganana

Neuer Klassenraum Vorschule
Neuer Klassenraum Vorschule Nganana

In Vorbereitung und Beginn des Schuljahres 2022 wurde das Förderprojekt (Umfang € 6.000,-) realisiert. Im Fokus stand hierbei, die Eltern der nahezu 300 Schüler weiter zu sensibilisieren, wie wichtig der regelmäßige Besuch der Schule von Beginn an ist. Also bereits ab 3 bis 4 Jahre können ja die Jüngsten die Vorschule besuchen. (Bild – neuer Klassenraum Vorschule)

Da spielen natürlich auch die Bedingungen zum Lernen an der Schule eine entscheidende Rolle. Die Eltern wurden im Rahmen des Projektes umfassend über alle Aspekte des Schulbesuchs informiert, auch Ihre Verantwortung als Eltern nachzukommen, den regelmäßigen Schulbesuch ihrer Kinder zu sichern. Es wurde gezeigt, dass sich ja gerade im letzten Jahr einiges getan hat, um das Lernen zu erleichtern. Der Unterrichtsraum für die Jüngsten wurde im Rahmen dieses Förderprojektes komplett neugestaltet. Auch die neue Schulküche ist das beste Beispiel dafür. Das tägliche Schulessen, findet nun unter sehr guten Bedingungen statt. Die Kinder sind hochmotiviert, weil Sie sehen, dass sich ihre Lernbedingungen verbessern. Zwar ist die Sicherung einer täglichen warmen Mahlzeit für die Jüngsten per Schulgesetz vorgeschrieben, doch die Realität sind noch anders aus.
Als zentrale Forderung aus diesem Projekt bleibt bestehen: Die Eltern müssen auch weiterhin mithelfen, Lebensmittel für das Schulessen bereitzustellen.
Es gibt natürlich darüber hinaus noch weiterhin sehr viel zu viel zu tun. Der begonnene Neubau der Toiletten ist nun das zentrale Vorhaben, wo die endgültige Finanzierung noch nicht gesichert ist. Das Schulgelände gleicht besonders während der Regenperioden, „einer wahren Schlammwüste“. Die Renovierung weitere Schulgebäude und der Befestigung der einzelnen Zugänge zu den Unterrichtsräumen ist eine zentrale Aufgabe.

Lest den Abschlussbericht von Baraka Mshana (hier geht es zum Bericht). Er ist zwar in englischer Sprache, zeigt mit den Bildern aber anschaulich, wie das Förderprojekt umgesetzt wurde.

Besuch in Nambala: Ulla Maier und Manfred Auer (Baden Württemberg)

Familie Kisanga
Familie Kisanga

Ulla Maier und Manfred Auer haben vom 17. Juni bis 2. Juli 2022 das Hilfsprojekt in Nambala besucht. Ihre Einschätzung und ihren Reisebericht möchten wir hier gerne mit euch teilen.

„Es war eine Traumreise, ein Mischung aus Dorfentwicklung und klassischer individueller Safari, perfekt organisiert von Ecki Krause von schulz-aktiv-reisen. Wir waren gleich in das Familienleben der Mshana Familie integriert mit unvergesslichen Abenden am Feuer unterm Sternenhimmel, haben spannende Projekte der NGO FRI-SUCODE kennengelernt, u.a. 3 Schulen, ein Land-Krankenhaus sowie die Familien Kisanga und Modest besucht, die durch FRI-SUCODE unterstützt werden, haben vor Ort viele Orte und Ereignisse kennengelernt, die man als normaler Tourist nie zu sehen bekäme. Und dies alles in Verbindung mit einer fast einwöchigen Safari in den Arusha-, Lake Manyara-, Serengeti-, Ngorongoro-, und Tarangire Nationalparks, die unvergesslich bleiben wird, zumal man Löwen, Leoparden, Giraffen, Elefanten, Zebras, Gnus und Wasserbüffel zum Greifen nah gekommen ist… ich kann das nur jedem weiterempfehlen…. eine Erlebnisreise die ihresgleichen sucht!“

Den gesamten Bericht könnt ihr hier lesen.

Übrigens haben sie die Reise über schulz-aktiv-reisen (www.schulz-aktiv-reisen.de/TAN20) gebucht.
Jeder kann sich an Eckard Krause wenden, der eine Reise zum Hilfsprojekt nach Wunsch zusammenstellt, auch mit Safari, Bergbesteigung Kilimanjaro. Mt. Meru oder Oldonyo Lengai (heilige Berg der Maasai). Aber auch Sansibar sollte man sich nicht entgehen lassen. Ihr werdet von Eckard gründlich auf die Reise vorbereitet.

Die Hilfsorganisation FRI-SUCODE und Netzwerk „Nambala help“ – wir haben bisher viel bewegen können!

In einer aktuell gerade weltweit sehr bewegten Zeit, haben wir viel bewegen können. Dazu möchte sich der Sprecherrat vom Netzwerk „Nambala-help“ ausdrücklich bei allen Freunden und Sponsoren des Hilfsprojektes bedanken. (Bild-Sprecherrat + Unterstützer)
Wir haben für euch mal eine Übersicht unserer Aktivitäten von Anfang an zusammengestellt (hier geht es zum Dokument).

Unser 4. Workcamp der Naturfreundejugend Sachsen vom 14.-26.Oktober 2022

Workcamp 2019
Workcamp 2019

Bald ist es wieder soweit und mit aktuell 16 Teilnehmern werden wir unser 4. Workcamp in Nambala durchführen. Es werden wieder 12 ereignisreiche Tage vor uns liegen, da sind wir uns sicher. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Kurzentschlossene können sich noch bis 29. August für die Reise anmelden. Sie ist über die Webseite von schulz-aktiv-reisen buchbar (www.schulz-aktiv-reisen.de/TAN20).

Vorankündigung
Im November werden wir unser 11. Bundestreffen der Initiative „Nambala-help“ wieder als Präsenzstreffen durchführen. Den genauen Tag und Ort geben wir bis Ende September bekannt.

Sprecherrat
Sprecherrat

Eindrücke vom Workcamp 2019 (Almut und Sybille)

Liebe Naturfreund*innen,

unser Workcamp in Tansania ist nun schon wieder über einen Monat her und wir hatten ein wenig Zeit in unseren Alltag zurückzufinden. Dennoch haben wir die Eindrücke und Erfahrungen natürlich noch gut in Erinnerung.

Wir freuen uns alle, dass wir viele Bekannte und Freunde wiedersehen durften: Baraka mit seiner Frau und den Kindern, Anna mit ihrem Mann Patrick, die ihren Ruhestand mit vielen Enkeln erleben, Gudila, die Sozialarbeiterin oder Siay, die immer zuverlässige Buchhalterin unseres Projektes in Tansania. Hinzu kamen zahlreiche weitere Begegnungen mit den Schüler*innen und Pädagog*innen der Grundschule in Nambala und Nganana.
Die Besuche bei einigen Patenkindern und deren Familien, zeigten uns, welches Glück wir haben, hier in Deutschland geboren zu sein und in Europa leben zu dürfen. Unsere Hilfe bedeutet soooo viel mehr, viel mehr als man hier zu erahnen vermag.
Nicht zu vergessen die Herzenswärme, die uns an allen Tagen begegnete. Neue und alte Freundschaften wurden gefestigt. Sehr glücklich sind wir darüber, dass wir den Bewohnern, Lehrern und Schulkindern auch etwas zurück geben konnten.

Erneut haben wir bei unserem Workcamp-Aufenhalt in Nambala voneinander lernen können, wir vor allem von den tansanischen Handwerkern, die uns bei der Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses in Nambala unterstützt haben. Während unseres zweiwöchigen Aufenthalts hatten wir wieder einen straffen Zeitplan. Es wurde gestrichen, verputzt und repariert …

Wir haben viel Dank durch die Bewohner erhalten und möchten diese Dankbarkeit gerne weitertragen an die vielen Menschen, die dies ermöglicht haben: Vielen Dank an euch, liebe Spenderinnen und Spender! Ihr sollt wissen, dass eure Hilfe bei den Richtigen ankommt. Gern erzählen wir euch vom Leuchten in den Augen der Kinder und Erwachsenen, dass uns empfing, und von der großen Hoffnung, die die Menschen in Nambala und Umgebung in uns setzen. Natürlich mussten wir versprechen, dass wir 2021 wieder kommen. Wir taten das mit gutem Gewissen, denn wir wissen, wenn wir erneut um Unterstützung für unser Nambala-Projekt anfragen, werdet Ihr uns nicht hängen lassen.

Wir freuen uns darauf, euch am 10. Dezember ab 18.00 Uhr im Klubraum des DWBV, Blumenstr. 80 „Neues aus Nambala“ berichten zu können.

Noch einmal unser herzliches Dankeschön für euren Anteil daran, die Welt für eine Vielzahl von Kindern in Tansania hoffnungsvoller und schöner zu machen!

Frohe Weihnachten und herzliche Grüße

Almut & Sybille

NaturFreunde Dresden e.V.
Almut Thomas

Eindrücke vom Workcamp 2019 (Tobias)

Seit einer Woche bin ich nun wieder zurück aus Tansania, dem Workcamp welches nun zum dritten Mal stattfand. Angekommen bin ich in Deutschland aber noch nicht so wirklich. Die Rückkehr nach Tansania, nach meinem drei monatigem Aufenthalt in Tansania vor zwei Jahren, fühlte sich so an, als wäre ich nie weg gewesen. Tansania hat mich verändert und umso mehr freute ich mich endlich wieder das Wort Karibu (Willkommen) überall zu hören, welches die Herzlichkeit der Menschen jedes Mal aufs Neue aufzeigt. Auch an das „pole pole“ (langsam, langsam) hatte ich mich sofort wieder gewöhnt und die innere Ruhe und Gelassenheit kehrte wieder ein.

Mit dem diesjährigen Workcamp haben wir in der Nambala Schule ein Schulgebäude saniert. Jenes Gebäude in welchem ich vor zwei Jahren meinen PC-Unterricht gegeben habe. Das Wiedersehen alter Freunde wie der Familie Mshana oder auch der Lehrer in der Nambala Schule sowie einiger Schüler welche mich noch kannten, waren wunderschöne Momente. Dank der guten Organisation seitens der Naturfreunde Dresden, Eckard Krause und Baraka Mshana, konnten wir gut mit unseren Sanierungsarbeiten vorrankommen. Unterstützung erhielten wir auch durch einige einheimische Arbeiter und später auch einiger Schüler, welche sehr neugierig unsere Arbeiten verfolgten. Für unsere Verpflegung wurde ebenfalls bestens gesorgt, denn jeden Tag erhielten wir zu Mittag eine ausgesprochen köstliche Mahlzeit, tansanischer Art.

Auch wurde wieder ein Sportturnier zwischen der Nambala und der Nghanana Schule ausgetragen. Netzball für die Mädchen, Fußball für die Jungen und ein 50 m Sprint standen auf dem Plan. Die Begeisterung der Schüler und auch Lehrer waren wieder ein besonderes Ereignis und bei jedem Tor wurde lauthals gejubelt.

Mit Baraka und später auch mit den Lehrern gab es einige Meetings, wo jeder Lob aber auch Verbesserungsvorschläge ansprechen konnte. Von der Struktur und Organisation war ich beeindruckt und sehe darin viel Potential um die weiteren Projekte effektiver zu gestalten.

Weiterhin hatten wir die Möglichkeit die jeweiligen Patenkinder besuchen zu können. Besonders für jene aus unserer Gruppe, welche das erste Mal nach Tansania reisten, waren die Armut und das Leid vieler Familien ein Schock. Der Kontrast zu unserem reichen europäischen Leben ist gerade anfangs schwer zu verkraften, aber dann lernt man zu verstehen warum Tansania einen für immer verändert. Ich selbst hatte nun die Gelegenheit die Familie Saidi zu besuchen, der Familie meines Patenkindes, für welche ich aktuell ein Haus bauen lasse. Seit letztem Jahr akquiriere ich Spenden für den Hausbau und war froh die Familie und den dortigen Hausbau sehen zu können. Die Mutter Asha Saidi lebt dort mit ihren Kindern allein und freute sich riesig mich wiederzusehen und dankte allen Unterstützern für die zukommende Hilfe. Der Bau des Hauses könnte noch im Dezember dieses Jahres fertiggestellt werden.

Leider ist die Zeit in Tansania wieder viel zu schnell vorbeigegangen. Das diesjährige Workcamp war wieder voller bewegender Momente und auch unsere Reisegruppe hat super miteinander harmoniert. Auch wenn mancher Tag ziemlich anstrengend war, sind wir doch froh etwas Gutes hinterlassen zu haben, denn unser saniertes Schulgebäude machte einen wirklich schönen Eindruck.

Assante Sana (vielen Dank) an alle Workcampler, an Baraka und Ecki für ihr unermüdliches Engagement, welches sie in das Hilfsprojekt stecken.

Euer Tobias